Gespräch über Medizin und Philosophie und/oder Heilkunde und Weisheit

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Aktualisiert am 24.05.2018

 

 

Theodor Scheufele

Selbstportrait in Briefen

Jörg Schulze (1953-1992)

DDR-Bürger, unangepasst

 

 

Mehr als zwanzig Jahre sind seit Jörg Schulzes Tod vergangen. Wenn ich jetzt die Briefe veröffentliche, die er mir von 1970 an bis Ende der Achtziger Jahre – also während seines halben Lebens – mehr oder weniger regelmäßig geschrieben hat, so geschieht dies aus einem historischen Abstand heraus. Damit ist der erste und wichtigste Grund genannt für das Öffentlichmachen von ursprünglich privat Intendiertem: in ihrer Gesamtheit fügen sich die Briefe zum Porträt einer Persönlichkeit, die so nur in jener Zeit, an jenem Ort sich entwickeln konnte.
In die Wirklichkeit der DDR hineingeboren, von ihren Institutionen sozialisiert, ihre Ideologie zunächst verinnerlichend, dann in mehreren Stufen sich davon distanzierend, um sich schließlich dem System zu verweigern – das hat dort mancher aus derselben Generation ähnlich erlebt. Die Jüngeren und die in der sogenannten „freien Welt“ aufgewachsenen Älteren können diese Biographie heute nur indirekt nachvollziehen, durch Berichte und Dokumente. Jörgs Briefe sind beides.

 

Jörg Schulze, Selbstportrait in Briefen, Herausgegeben von Theodor Scheufele

ISBN: 978-3-9504232-2-8

Klebebindung: 250 x 205 cm, 222 Seiten,  € 20.

 

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