In Planung: Neuer Lyrikband. Vorrausichtliche Erscheinung: Frühjahr 2019

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Aktualisiert am 30.10.2018

 

 

Was ist Komunikation

Kommunikation hat wie Kommune, Kommunion, Kommunismus mit Gemeinschaft, Verbindung zu einer Einheit, Teilhabe, Mitteilung, Verständigung zu tun.


Im engeren Sinn denkt man dabei an sprachlichen Austausch von Fakten, Standpunkten, Meinungen. Dieser Austausch mit dem Ziel der Verständigung  findet zwischen zwei  oder mehreren Menschen statt. Die gängigste Form von Kommunikation war - bevor elektronische Medien überhandnahmen - Gespräch, Brief, Zeitung, Buch.

 

Im Verlauf von  Kommunikation  - etwa im Gespräch - kann  man zu einer gemeinsamen Meinung kommen. Es kann sich dabei eine bereits fest geglaubte Meinung auch wieder verändern. Beim Kommunizieren durch Reden kommt es nicht nur auf das gesprochen Wort an. Vermutlich ebenso wichtig ist die Form, wie etwas zu Ausdruck gebracht wird. Oftmals findet man bei lautstarkem Mitteilen (Anschreien) keinen Zugang zum anderen; es bleibt aber auch zu leises, zu hastiges, oder gar wirres Reden unverständlich. Hingegen kann das ruhige mit wenig Gesten und Worten Vorgebrachte, sofort verstanden werden. Es findet am ehesten Anklang. Kommunizieren beim Reden ist somit mehr als nur Worte zu wechseln. Die Gefühlsebene, die zum Ausdruck gebracht wird, vor allem auch Sympathie oder Antipathie sind für Verstehen und Verständigung  oft entscheidend.

 

Kommunizieren ist also nicht nur ein Wortaustausch, sondern beinhaltet den Versuch, sich dem anderen mitteilen und den anderen verstehen zu wollen. Dies wird dort interessant, aber auch mühsam,  wo Missverständnisse entstehen. Der Versuch, Missverständnissen aufzulösen, zu verstehen, warum sie entstehen konnten, aber auch gegenteilige Standpunkte zu akzeptieren, unterschiedliche Meinungen zu dulden, bedeutet, im Gesprächspartner den Menschen hinter seinen Worten und Gesten besser kennen zu lernen. Das Warum und Wieso er etwas sagt, wird klarer.


Auch ein Vortrag, eine Rede ist Kommunikation, jedoch zumeist nur in eine Richtung, nämlich vom Redner zu den Zuhörern. Wieder ist dabei  nicht nur der Inhalt des gesprochenen Wortes entscheidend, sondern die angewendeten rhetorischen Mittel tragen wesentlich zum Gelingen der Rede, nämlich deren Verstandenwerden bei. 

Beim Zuhörer findet, ausgelöst durch den Vortrag, zumeist danach ein inneres Gespräch statt, bei dem die Grenzen zwischen einzelnen Begriffen  und zusammenhängenden Gedankenkomplexen verschwimmen. Wobei das "innere Reden",der "Bewußtseinstrom" ein eigenes Thema ist. Selbst-gespräche, sind jedenfalls auch eine Form der Kommunikation. Ohne Worte nach außen, kann eine  innere Gesprächsrunde entstehen, indem eine Person Rede und Antwort durchführt. Wie uns Psychologen sagen, ist dies für den einzelnen hilfreich und gesundheitsfördernd .

E-Mail oder SMS sind ebenfalls Kommunikationsmöglich-

keiten. Zumeist geht es dabei - mehr noch als beim Telefonieren - jedoch um sachliche schnelle Information. Die Gefühlsebene, wenn überhaupt, wird durch Smiles (Zeichensprache)  ausgedrückt.


Kommunikation - so möchte ich zusammenfassen - ist das Aufbereiten eines Untergrunds, damit Menschen einander verstehen, ohne gleiche Meinungen übernehmen zu müssen oder zu wollen. Ein grundsätzliches Übereinkommen, etwas Gemeinsames im gemeinsamen Geist entstehen zu lassen. Ähnlich wie bei der Kommunion in einer Messe.


Nach unserem Gespräch gab es am Büfett zur philosophischen Stärkung Wasser aus Sils Maria, das heißt, von dort, wo Nietzsche wohnte, sozusagen aus der „Nietzschequelle“. Zwei Teilnehmer aus der Runde haben es uns von ihrer Reise  mitgebracht. Nietzsche war ja  in vorherigen Gesprächsrunden eines unserer Themen gewesen. Für diese magische Kommunikation mit seinem Geist bedanken wir uns nochmals - und hoffen, dass wir alle entsprechend inspiriert wurden. 


 

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