Gespräch über Medizin und Philosophie und/oder Heilkunde und Weisheit

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Aktualisiert am 24.05.2018

 

 

Séverine Sérizy ist eine junge schöne Pariser Bürgersfrau, die mit dem Arzt Pierre verheiratet ist. Séverine liebt ihren Mann, jedoch ist es ihr nicht möglich, mit ihm intim zu werden. Stattdessen gibt sie sich erotischen Tagträumen hin, in denen BDSM und insbesondere Bondage und Demütigungen eine entscheidende Rolle spielen. Bei einem Gespräch mit einer Freundin erfährt sie, dass eine andere Bekannte in einem Bordell arbeitet. Séverine ist zugleich abgestoßen und fasziniert. Henri, ein Bekannter von Pierre, nennt ihr die Adresse des Bordells. Da sie ihre Träume nicht mit ihrem Mann umsetzen kann, beginnt sie, wenn auch zunächst sehr zögerlich, nachmittags in dem Etablissement von Madame Anaïs unter dem Namen Belle de jour (Schöne des Tages) zu arbeiten. Abends kehrt sie zu ihrem Mann zurück, dem sie ihr Doppelleben verschweigt.


Einer ihrer Kunden, der junge Kriminelle Marcel, verliebt sich in sie. Schwierigkeiten zeichnen sich ab, als Pierre sie für einige Tage zu einem Urlaub am Meer mitnimmt und sie daher nicht im Bordell erscheinen kann. Der von ihr geradezu besessene Marcel macht ihr bei der Rückkehr eine gewalttätige Szene. Als Séverine von Henri in dem Etablissement entdeckt wird, kommt es zu einem Dialog, der verdeutlicht, dass ihr die heimliche Tätigkeit eine Erfüllung gibt, die sie in ihrer Ehe nicht finden kann. Nach Henris Ankündigung, ihr zukünftig gemeinsame männliche Bekannte als Freier zu schicken, will sie erst verängstigt ihre Tätigkeit aufgeben, kehrt aber dann doch wieder zurück. Dadurch erfährt Marcel im Rahmen seiner Nachforschungen ihre Adresse und ihre wahre Identität. Überraschend stellt er sie in ihrer Wohnung zur Rede. Da aus seiner Sicht einzig ihre Ehe mit Pierre sie hindert, mit ihm zu gehen, schießt er schließlich ihren Mann vor dem Haus nieder. Marcel wird auf der anschließenden Flucht von einem Polizisten erschossen. Pierre überlebt als Schwerverletzter im Rollstuhl.

 

Nach einiger Zeit besucht Henri das Paar, das sich inzwischen mit der Invalidität eingerichtet hat, zu Hause. Er kündigt Séverine unter vier Augen an, Pierre über ihr Geheimnis aufzuklären. Sie lässt die beiden Männer im Salon alleine, und was dort geschieht, bleibt unklar; allerdings fließen Tränen über Pierres Wangen, als Séverine zu ihm zurückkommt.

 

Die sich unmittelbar anschließende Schlussszene zeigt das Paar allein im Salon, als Pierre plötzlich wie ein Gesunder aus dem Rollstuhl aufsteht. Es ist nicht ersichtlich, ob es sich dabei erneut um einen von Séverines Tagträumen handelt bzw. ob nicht vielmehr ihre ganze Tätigkeit bei Madame Anaïs und die daraus resultierenden Ereignisse zu ihrer Phantasiewelt gehören.


Deutscher Titel: Belle de jour – Schöne des Tages

Originaltitel: Belle de jour

Produktionsland: Frankreich

Originalsprache: Französisch

Erscheinungsjahr: 1967

Länge: 101 Minuten

Altersfreigabe 16 Jahre

Regie: Luis Buñuel

Drehbuch : Luis Buñuel und Jean-Claude Carrière

Produktion: Henri Baum, Raymond Hakim und Robert Hakim

Kamera: Sacha Vierny

Schnitt: Louisette Hautecoeur

 

Darsteller:

Catherine Deneuve: Séverine Sérizy

Jean Sorel: Pierre Sérizy

Michel Piccoli: Henri Husson

Geneviève Page: Madame Anaïs

Pierre Clémenti: Marcel

 

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