In Planung: Neuer Lyrikband. Vorrausichtliche Erscheinung: Frühjahr 2019

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Aktualisiert am 30.10.2018

 

 

Ein psychopathischer Triebtäter, der bereits acht Kinder auf dem Gewissen hat, versetzt die Bevölkerung Berlins ins Angst und Schrecken. Miz einem Grpßaufgebot an Beamten versucht die Polizei vergeblich den Mörder zu fassen


Hans Beckert, ein Lustmörder, der bereits acht Kinder auf dem Gewissen hat, führt äußerlich das unauffällige Leben eines unbescholtenen Bürgers im Berlin der 1930er Jahre. Als Beckert erneut zuschlägt und sich in einem anonymen Bekennerbrief an die Zeitungen wendet, bricht eine Massenhysterie aus: Jeder verdächtigt jeden. Inspektor Karl Lohmann, Kriminalkommissar bei der Mordkommission, setzt Himmel und Hölle in Bewegung, um den Täter zu fassen. Seine permanenten Razzien in einschlägigen Etablissements führen nicht zum Erfolg, schrecken aber die Berufsverbrecher auf, die ihre Gaunereien wegen des großen Polizeiaufgebots nicht mehr ungestört durchführen können. Der "Schränker", ein einfluss-reicher, wegen mehrfachen Totschlags gesuchter Ganove, setzt sich mit den führenden Köpfen verschiedener Verbrecherorganisationen zusammen und schlägt vor, dass die Unterwelt die Angelegenheit selbst in die Hand nimmt. Die Organisation der Bettler überzieht die Stadt daraufhin mit einem lückenlosen Spitzelnetz, in dem Beckert sich verfängt, nachdem ein blinder Bettler ihn am Pfeifen einer Melodie wiedererkennt. Nun tritt der Kindermörder vor das Tribunal der Unterwelt und versucht verzweifelt zu erklären, er sei ein Getriebener, der hilflos einem Mordimpuls folge. Als die aufgebrachten Ganoven den Psychopathen lynchen wollen, erscheint die Polizei...

Ein Zeitungsbericht über den Serienmörder Peter Kürten inspirierte Lang und seine Ehefrau Thea von Harbou zu diesem Film, in dem Peter Lorre in seiner ersten großen Filmrolle den Kindermörder so eindringlich verkörperte, dass er von diesem Image nie mehr ganz loskam.

Fritz Langs erster Tonfilm zählt zu den Meisterwerken des deutschen Vorkriegskinos. Durch präzise Alltagsbeobachtungen, klare Figuren-zeichnungen und die filmisch virtuose Schilderung der Menschenhatz erzeugt der expressionistische Kriminalfilm bis zuletzt atemlose Spannung. Vielmehr als nur ein Porträt eines Psychopathen schuf der Regisseur ein eindringliches Bild vom Deutschland der 30er Jahre - in Hinsicht auf die krisenhafte Zeit und das Aufkommen des Nationalsozialismus. Vom ursprünglichen Titel des Films "Mörder sind unter uns" musste 1931 auf Druck der Nazis abgelassen werden.


Titel: "M Eine Stadt sucht einen Mörder"

Autor: Egon Jacobson
Kamera: Fritz Arno Wagner
Schnitt: Paul Falkenberg
Musik: Edvard Grieg
Drehbuch: Thea von Harbou, Fritz Lang
Produktion: Nero-Film AG
Regie: Fritz Lang
Produzent: Seymour Nebenzal
Mit: Peter Lorre, Ellen Widmann, Inge Landgut, Otto Wernicke, Gustaf Gründgens, Theo Lingen, Theodor Loos, Georg John, Ernst Stahl-Nachbaur, Paul Kemp, Friedrich Gnaß, Fritz Odemar, Franz Stein, Rudolf Blümner, Karl Platen, Rosa Valetti

 

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